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Domino Spielanleitung: So funktioniert das Spiel wirklich

Dominosteine
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Domino ist wahrscheinlich eines der bekanntesten Spiele überhaupt. Es macht Spaß, ist simpel und schnell gespielt. Doch wie spielt man es überhaupt richtig?

Vielleicht ist Dir das auch schon mal passiert, Du wolltest mit Deiner Familie oder Deinen Freunden Domino spielen und plötzlich kannte jeder andere Regeln. Das liegt daran, dass Domino ein sehr verbreitetes Spiel ist. Daher sind viele unterschiedliche Regeln bekannt.

Um in dem ganzen Regelchaos den Überblick zu behalten, haben wir hier die bekanntesten Regeln Schritt für Schritt zusammengefasst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Domino ist ein beliebtes und weitverbreitetes Spiel, daher gibt es verschiedene Varianten.
  • Die allgemeinen Spielregeln sind in den meisten Versionen gleich.
  • Das Ziel ist es, die eigenen Dominosteine so schnell wie möglich abzulegen.
  • Domino kann mit zwei bis vier Personen gespielt werden.
  • Ein Spiel besteht aus vier Runden und dauert weniger als 15 Minuten.

Hintergründe: Was Du über Domino wissen solltest

Domino ist auf der ganzen Welt bekannt. Dementsprechend gibt es auch viele verschiedene Varianten des Spiels. Aber nicht nur von Land zu Land unterscheiden sich die Regeln. Gefühlt kennt jeder das Spiel ein wenig anders. Damit Du aber trotz des ganzen Regelchaos den Überblick behältst, haben wir die wichtigsten Regeln und Varianten hier zusammengefasst. Bevor es losgeht, gibt es noch eine kleine Einführung zu den wichtigsten Begriffen.

Wie sind die Dominosteine aufgebaut?

Das klassische Dominoset besteht aus 28 Dominosteinen. Die einzelnen Dominosteine bestehen aus zwei Feldern. Auf jedem Feld sind Punkte zu sehen – die sogenannten Augen. Die Anzahl der Augen pro Feld kann bei herkömmlichen Spielsteinen von 0 bis 6 variieren. Es gibt auch spezielle Dominoversionen, bei denen die Steine bis zu 9, 12, 15 oder 18 Augen pro Feld haben.

In diesem Bild sind zum Verständnis Dominosteine abgebildet. Hier kannst Du sehen, wie Du Dir die Felder und Augen vorstellen kannst.

Vier Dominosteine liegen auf einem Tisch.

Dominosteine bestehen aus je zwei Feldern. Jedes Feld hat eine eigene Augenanzahl.

Was ist ein “Talon“?

Der Talon wird in manchen Spielen auch „Stapel“ oder „Stock“ genannt. Es handelt sich dabei um die übrigen Spielsteine oder -karten, die nicht an die Spieler verteilt wurden. Diese übrigen Spielsteine (oder Karten) können von den Spielern gezogen werden, wenn sie an der Reihe sind, aber nichts ablegen können.

Was ist ein “Doppelstein”?

Doppelsteine sind die Dominosteine, die auf beiden Feldern dieselbe Augenzahl haben – also 0/0, 1/1, 2/2, und so weiter. Doppelsteine werden auch „Pasch“ genannt. Der höchste Doppelstein im Spiel ist die 6/6, der geringste 0/0.

In dem oberen Bild ist auch ein Doppelstein abgebildet. Hast Du ihn gefunden? Richtig! In der linken oberen Ecke, der Stein mit zwei Augen auf jedem Feld, das ist der Doppelstein.

Wie funktioniert Domino: die bekanntesten Spielvarianten

Jetzt da Du die wichtigsten Begriffe kennst, kann es mit dem Spiel losgehen. In diesem Abschnitt werden alle Regeln und alternative Spielmöglichkeiten Schritt für Schritt erklärt. Viel Spaß beim Spielen!

Spielanleitung

Domino kann mit zwei bis vier Spieler gespielt werden. Zu Beginn werden die Dominosteine verdeckt  – also mit der einfarbigen Seite nach oben –  in der Spielfeldmitte verteilt. Danach ziehen die Spieler zufällig sieben Dominosteine. Bei vier Spielern zieht jeder nur sechs Steine. Die Dominos werden aneinandergereiht, sodass eine lange Kette aus Dominosteinen entsteht. Dabei ist es wichtig, nur Dominos aneinanderzulegen, die die gleiche Augenzahl haben.

Tipp: Möchtest Du mit mehr Personen Domino spielen, ist das auch problemlos möglich. Dazu braucht ihr nur mehr Steine.

Vor Beginn

Hat jeder Spieler seine Steine gezogen, werden sie so aufgestellt, dass die Gegner die eigenen Spielsteine nicht sehen. Aus den übrigen Steinen wird zufällig einer gezogen, der aufgedeckt in die Mitte des Spielfeldes gelegt wird. Dies ist der Startstein. Bevor es aber richtig losgehen kann, stellt sich natürlich die Frage, wer anfangen darf.

der Spielaufbau bei Domino

Ungefähr so wie in diesem Bild abgebildet kannst Du Dir den Spielaufbau bei einer Partie Domino vorstellen.

Hinweis: Der Anfangsstein darf nicht auf beiden Feldern dieselbe Augenzahl haben. Ansonsten darf jeder Stein gewählt werden.

Wer darf anfangen?

Unter den Dominosteinen gibt es sogenannte „Doppelsteine“ – also Steine mit derselben Augenzahl auf beiden Feldern. Nachdem alle Spieler ihre Dominosteine gezogen haben, darf die Person anfangen, die den höchsten Doppelstein hat. Von dieser Person ausgehend, wird im Uhrzeigersinn weitergespielt.

Ein Beispiel:

Drei Personen spielen Domino. Alle haben vor Beginn ihre sieben Steine gezogen und verdeckt vor sich aufgestellt. Person A hat einen Doppelstein 4/4, Person B einen Dominostein mit 1/1 und Person C hat gar keinen Doppelstein. In diesem Fall darf Person A anfangen. Es wird im Uhrzeigersinn gespielt.

Kurz und knapp: Domino kann mit zwei bis vier Spielern gespielt werden. Bei zwei oder drei Spielern zieht jeder sieben Steine, bei vier Spielern nur sechs. Der Spieler mit dem höchsten Doppelstein darf beginnen. Die Dominos müssen aneinander gereiht werden. Aus den übrigen Dominosteinen wird ein „Startstein“ gezogen.

Was ist das Ziel des Spiels?

Nun da jeder seine Steine vor sich liegen hat, kann mit dem Spiel begonnen werden. Das Ziel ist es, die eigenen Dominosteine so schnell abzulegen wie möglich. Der erste Spieler, der keine Dominosteine mehr hat, hat die Runde gewonnen. Insgesamt werden vier Runden gespielt. Wer am Ende der vier Runden, die wenigsten Minuspunkte hat, hat gewonnen.

Doch wie legt man seine Steine ab? Und wie sammelt man Minuspunkte? Diese Fragen werden im nächsten Abschnitt beantwortet.

Wie wird gespielt?

Nachdem jeder seine Steine gezogen hat, die Reihenfolge der Spieler festgelegt und der Anfangsstein platziert wurde, kann die erste Runde beginnen. Jeder Spieler muss versuchen, alle seine Steine so schnell wie möglich abzulegen. Dafür müssen die Dominos mit der gleichen Augenzahl zusammengelegt.

Ein Beispiel:

Der Stein 3/2 ist der Anfangsstein. Du darfst beginnen und hast einen 1/3 Stein. Du kannst Deinen Stein mit der „Fünf“ an die „Fünf“ des Anfangssteins legen. Die Reihe sieht dann so aus: 1/3 – 3/2. Im Bild kannst Du sehen, wie ungefähr eine solche Dominoreihe (oder Dominokette) aussehen kann.

aufgereihte Dominosteine

Bei einer Dominokette liegen die Steine mit der gleichen Augenanzahl aneinander.

Allgemeine Spielregeln

Beim Spiel müssen noch einige Regeln beachtet werden, die bei den meisten Varianten identisch sind. Hier sind die wichtigsten Regeln aufgeführt:

  • Es herrscht Zugzwang. Das heißt, wenn Du einen passenden Stein hast, musst Du ihn legen. Du darfst nicht passen.
  • Die Steine dürfen nur an offenen Enden angereiht werden.
  • Es darf immer nur ein Stein an ein offenes Ende gelegt werden.
  • Ein Stein darf nur bei gleicher Augenzahl an einen anderen Stein gereiht werden. (Die gleiche Augenzahl bezieht sich nur auf ein Feld des Steines also nur 5 an 5, 2 an 2 und so weiter. Die Augenzahl auf dem anderen Feld ist irrelevant.)
  • Pro Zug darf nur ein Stein abgelegt werden.
Hinweis: Die letzte Regel unterscheidet sich bei der ungarischen Variante. Beim ungarischen Domino darf jeder Spieler während seines Zuges legen, solange er kann. Der Zug ist erst beendet, wenn der Spieler keine Steine mehr legen kann. Danach ist der nächste Spieler dran.

Was tun, wenn man an der Reihe ist, aber nicht legen kann?

Es kann sein, dass ein Spieler an der Reihe ist, aber keinen Stein ablegen kann. In diesem Fall unterscheiden sich viele Spielvarianten. Die bekanntesten Regeln haben wir hier zusammengefasst.

Klassischen Variante

Wenn Du keinen Stein legen kannst, ziehst Du bis zu drei Steine aus dem Talon, bis Du setzen kannst. Wenn Du nach einem Zug schon legen kannst, musst Du keine weiteren Steine mehr ziehen und kannst direkt legen. Kannst Du nach dreimal Ziehen immer noch nicht legen, ist der nächste Spieler dran.

Ist der Talon aufgebraucht und die Spieler können keine Dominosteine mehr ziehen, muss der Spieler aussetzen, wenn er nicht legen kann.

Alternativen

Bei einer anderen weit verbreiteten Variante müssen immer zwei Dominosteine gezogen werden, wenn der Spieler nicht legen kann. Erst dann darf er einen Stein ablegen, wenn möglich.

Alternativ gibt es auch die bekannte Regelung, dass der Spieler so lange Steine aus dem Talon ziehen, bis er legen kannst oder keine Steine zum Ziehen mehr übrig sind.

 

In dieser Grafik sind noch einmal die wichtigsten Domino-Regeln auf einem Blick zusammengefasst.

die bekanntesten Dominoregeln auf einem Blick

Wer gewinnt die Runde?

Der Spieler, der zuerst alle seine Steine abgelegt hat, hat die Runde gewonnen. Die anderen Spieler schreiben die Augenzahl ihrer übrig gebliebenen Steine als „Strafpunkte“ auf.

Ein Beispiel:

Person A hat die erste Runde gewonnen. Person B hat noch 4 Steine übrig. Die Augenzahl beträgt insgesamt 23. Nach Runde 1 hat Person A also 0 und Person B 23 Strafpunkte.

Alternativen

Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten. Die zwei bekanntesten Alternativen sind hier aufgeführt.

Alternative A

Anstatt die Augenzahlen als Strafpunkte für die Verlierer aufzuschreiben, kann die Gesamtaugenzahl der Steine aller Verlierer auch dem Gewinner als „Pluspunkte“ zugeschrieben werden. Zudem bekommt der Sieger fünf Bonuspunkte für eine gewonnene Runde.

Ein Beispiel:

Spieler A gewinnt. Spieler B hat eine Augenzahl von 20 und Spieler C von 8 übrig. Daher bekommt Spieler A 28 Pluspunkte. Die Person, die nach vier Runden die meisten Pluspunkte gesammelt hat, hat gewonnen.

Alternative B

Alternativ kann auch mit Plus- und Minuspunkten gespielt werden. Die Minuspunkte ergeben sich für die Verlierer aus der Anzahl der übrig gebliebenen Augen. Der Gewinner bekommt für eine gewonnene Runde fünf Pluspunkte.

Ein Beispiel:

Spieler A gewinnt die Runde und erhält fünf Pluspunkte. Spieler B hat noch 3 Dominos mit insgesamt 24 Augen übrig und Spieler C hat noch einen Stein mit 4 Augen übrig. Nach dieser Runde beträgt der Spielstand also: Spieler A „+5“ Punkte, Spieler B „-24“ Punkte und Spieler C „-4 Punkte“. Nach vier Runden gewinnt die Person mit der höchsten Punktzahl. (also entweder die meisten Pluspunkte oder die wenigsten Minuspunkte hat)

Wer gewinnt das Spiel?

Nach vier Runden gewinnt die Person, die die wenigsten Strafpunkte oder meisten Pluspunkte hat. Je nachdem welche Variante ihr spielt

Sollten alle Spieler noch Steine übrig haben, aber nicht mehr legen können, gewinnt die Person, die die niedrigste Gesamtanzahl an Augen hat. Jedem Spieler werden die übrige Augenanzahl als Strafpunkte zugeschrieben.

Ein Beispiel:

Spieler A hat noch 2 Steine mit einer Augenzahl von insgesamt 13 übrig. Spieler B hat noch einen Stein mit 10 Augen übrig. Spieler B gewinnt diese Runde. Spieler A hat 13 und Spieler B 10 Strafrunden.

 

In diesem Video sind verschiedene mögliche Spielweisen von Domino kurz und einfach erklärt.

Worin unterscheiden sich die Spielvarianten?

Die allgemeinen Spielregeln sind bei den meisten Varianten gleich. Doch der Spielablauf kann sich in drei zentralen Spielphasen unterscheiden.

Die Verteilung der Spielsteine

Die meisten Spielversionen beginnen mit 7 Steinen pro Spieler. Bei anderen Varianten können es aber auch 6 oder 8 sein. In manchen Variationen werden alle Steine an die Spieler verteilt, sodass kein Talon übrig bleibt.

Das Nachziehen

Wie oft soll ein Spieler ziehen, wenn er nicht legen kann? Hier gibt es vier weit verbreitete Möglichkeiten. A) Der Spieler zieht maximal dreimal, bis er legen kann. B) Der Spieler zieht immer zweimal. C) Der Spieler zieht so lange bis er legen kann beziehungsweise bis der Talon aufgebraucht ist. D) Der Spieler darf nur einmal ziehen.

Das Ablegen

Wie viele Steine dürfen pro Runde abgelegt werden? In den meisten Varianten darf nur ein Stein pro Runde und Spieler abgelegt werden. Bei der ungarischen Variante dürfen die Spieler aber so viel Steine ablegen, wie sie können. Erst, wenn der Spieler keinen Stein mehr ablegen kann, ist der nächste Spieler an der Reihe.

Dominokette

Eine Dominokette muss keiner starren Reihen folgen, sie kann auch ganz ungeordnet ausfallen.

Domino mit Divisor

Diese Variante knüpft an die Spielweise mit den Pluspunkten an. Zur Erinnerung: Hierbei werden die übrig gebliebenen Augenzahlen der Gegner dem Gewinner gutgeschrieben. Am Ende gewinnt die Person mit den meisten Pluspunkten.

Bei der Divisor-Spielversion können noch weitere Bonuspunkte gesammelt werden. Bei Steinen mit der maximalen Augenzahl „6“ auf einem Feld beträgt der Divisor „5“.

Ist die Summe der beiden Enden nach dem Ablegen Deines Spielsteins durch fünf teilbar, erhältst Du Bonuspunkte in der Höhe des Ergebnisses.

Ein Beispiel:

Du legst Deinen 3/4 Stein an eine 3, sodass die 4 das neue Ende der Dominokette bildet. Am anderen Ende der Kette liegt eine 6 offen. Die Enden ergeben nach Deinem Zug also 10. Die 10 ist durch den Divisor 5 teilbar. Daher bekommst Du Bonuspunkte zugeschrieben. 10 geteilt durch 5 ergibt 2, sodass Du zwei Bonuspunkte zugeschrieben bekommst.

Hinweis: Der Divisor (in diesem Fall „fünf“) hängt von der maximalen Augenzahl der Dominosteine ab. Es gibt auch Dominosets, auf denen bis zu 18 Augen auf einem Feld abgebildet sind. Auf den klassischen Steinen sind es nur sechs Augen.

Trivia

In diesem Abschnitt haben wir noch einige interessante Fakten zum Dominospiel aufgeführt.

Woher kommt Domino?

Wo und wie genau das Dominospiel entstanden ist, ist unbekannt. Es wird vermutet, dass Domino aus China stammt und von Marco Polo nach Europa kam. Sicher ist das aber nicht.

Wie kam Domino zu seinem Namen?

So genau weiß das keiner. Aber man geht davon aus, dass der Name „Domino“ von den schwarzen Karnevalskostümen in Venedig oder den schwarzen Kutten der Mönche abstammen könnte.

Was ist der „Dominoeffekt“?

Vielleicht hast Du es selbst schon einmal ausprobiert. Anstatt mit den Steinen Domino zu spielen, kann man auch einfach eine Kettenreaktion auslösen. Dazu werden die Steine senkrecht mit einem kleinen Abstand zueinander aufgereiht. Der erste Stein wird angestupst und alle Steine fallen nacheinander um. Diese Kettenreaktion nennt man auch „Dominoeffekt“. Dieses Wort wird auch in der Wissenschaft verwendet und bezeichnet eine spezielle Form der Kettenreaktion.

Wie so eine Domino-Kettenreaktion aussehen kann, siehst Du in diesem Video.

Fazit

Obwohl die verschiedenen Regeln verwirrend sein können, ist Domino doch ein recht simples Spiel, das mit wenig Aufwand viel Spaß machen kann. Die unterschiedlichen Arten, Domino zu spielen, können auch ein Vorteil sein. Du kannst jede Variante ausprobieren und die Version spielen, die Dir und Deinen Freunden am meisten Spaß macht. Vielleicht kannst Du auch Deine ganz eigenen Regeln erfinden.

Weiterführende Links und Recherchequellen

Eine ausführliche Spielanleitung auf drei verschiedenen Sprachen: Mehr erfahren

Das Wichtigste zu Domino: Mehr erfahren

Verschiedene Spiele, die mit Dominosteinen gespielt werden können: Mehr erfahren

Celine

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