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Auszeiten nehmen: 10 Tipps für bewusste handyfreie Zeit

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Du würdest Dir gerne bewusst mehr Zeit schenken, in der Du Dein Handy nicht benutzt? Dann haben wir Dir hier 10 Tipps zusammengestellt für mehr handyfreie Zeit oder auch für nur einen handyfreien Tag. Digital Detox ist nicht nur ein Trend, er sorgt dafür, dass wir mehr im Moment leben und unsere Umgebung wieder bewusster wahrnehmen. Wie das funktioniert, das erfährst Du in diesem Ratgeber.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Personen, die an einer Handy-Sucht leiden, steigt. Aber auch wenn Du nicht süchtig bist, kannst Du zu viel am Smartphone hängen und eine gewisse Lebensqualität einbüßen
  • Am wichtigsten ist es, sich zunächst über sein Konsumverhalten bewusst zu werden. Mit Apps kannst Du Deine Handyzeit tracken und auswerten lassen.
  • Im nächsten Schritt ist es wichtig, seine Ziele in die Tat umzusetzen. Schaue Dir hierfür gerne unsere Tipps weiter unten auf der Seite an.
  • Ganz wichtig ist es, Geduld zu haben. Rückfälle sind menschlich, man sollte sich von ihnen nicht entmutigen lassen. Morgen ist ein neuer Tag, an dem Du Deinen Gewohnheiten an den Kragen gehen kannst.

Unsere 10 Tipps für bewusste, handyfreie Auszeiten

Wir haben Dir 10 Tipps zusammengestellt, mit denen es Dir leichter fallen sollte das Handy öfter einmal wegzulegen. Schließlich spielt sich das echte Leben in der Realität ab und nicht in einer virtuellen Welt. Auch wenn immer mehr Menschen das Smartphone nutzen, so birgt es dennoch einige Gefahren.

Hier bitte die Infografik (Handynutzung in Deutschland 2020) einfügen

Beispielsweise kapseln sich viele Menschen ab und haben das Gefühl zu vereinsamen. Kein Wunder! Die Kommunikation mit Freunden über das Handy sollte die echten Treffen und Gespräche nicht ersetzen, sondern als Überbrückung dienen. Falls Du Dich noch tiefgehender mit den negativen Auswirkungen der Nutzung digitaler Medien auseinandersetzen möchtest, kannst Du hier mehr erfahren.

1. Tipp – Sei Dir über Deine verlorene Zeit und Dein Konsumverhalten bewusst

Der Konsum der sozialen Medien wächst stetig, aber umso wichtiger ist, es auch sich bewusst handyfreie Zeiten einzuplanen. In dieser Zeit sammelt man Kraft und Energie, weshalb jedem solch ein Digital Detox ans Herz zu legen ist.

Fakt: Immer mehr Menschen nutzen das Smartphone und bereits heutzutage ist der Anteil an Personen, die unter einer Handy-Sucht leiden nachzuweisen. In einer Studie der DAK Gesundheit kam heraus, dass 2,6 % der Mädchen und Jungen zwischen 12 und 17 Jahren eine Handysucht haben.

Natürlich kannst Du Dich auch einem Digital Detox widmen, ohne genau zu wissen, wie viel Zeit Du am Handy verbringst. Aber tracke Dein Verhalten doch mal einige Tage. So weißt Du ganz genau, wie viel Zeit Du im Internet verbringst – vielleicht schockiert Dich das Resultat auch und Du findest so zusätzliche Motivation, Dein Konsumverhalten zu ändern.

Dazu kannst Du Deine Trigger identifizieren, also welche Apps benutzt Du am meisten? Zu welcher Tageszeit bist Du am meisten am Handy? Frage doch auch mal, warum Du am Handy bist, zu den verschiedenen Zeitpunkten. Wegen der Arbeit, aus Langeweile oder musst Du wirklich etwas Wichtiges klären? All diese Antworten helfen Dir dabei, das Handy in Zukunft öfter wegzulegen.

2. Tipp – Schaffe Dir analoge Alternativen an

Indem Du Dir Alternativen anschaffst, gehst Du Deinen eigenen Ausreden aus dem Weg. Dein erster Blick geht morgens direkt auf das Handy? Dann schaffe Dir einen Wecker an. So kannst Du in Ruhe aufstehen und die ersten Minuten des Tages ohne Dein Handy genießen und ohne das Handy in den Tag starten. Wenn Du während des Tages dauernd auf das Handy guckst, um die Uhrzeit zu wissen, dann wäre eine Investition in eine Armbanduhr sinnvoll.

Tipp: Benutzt Du Dein Smartphone als Notizbuch? Dann solltest Du Dir vielleicht ein analoges, einfaches Notizbuch oder einen Kalender anschaffen. So kannst Du Deine Termine eintragen, ohne Dein Handy zücken zu müssen und Du vergisst sie auch nicht.

Du benutzt Dein Handy eher abends zum Lesen? Auch für diesen Fall gibt es Alternativen, die Dich weniger ablenken. Für Leseratten gibt es beispielsweise Kindle-Tablets, auf denen Du ausschließlich Bücher lesen kannst. Oder Du schaust in Deiner lokalen Buchhandlung mal wieder vorbei und kaufst Dir ein Buch. So kannst Du abends in Ruhe lesen, aber auch vom Tag abschalten und Dich auf die Nacht einstimmen.

3. Tipp – Priorisiere: In der Ruhe liegt die Kraft

Hast Du einmal eine handyfreie Zeit genossen, so weißt Du sicherlich, wie entspannend diese Zeit ist. In dieser Zeit kannst Du Dingen nachgehen, die Deine ganze Aufmerksamkeit brauchen, Du kannst aber auch Aufgaben erledigen, die sich ewig angestaut haben. Wichtig ist hier zu priorisieren.

Sollte Dein Handy klingeln, so überlege Dir, ob es in diesem Moment wirklich notwendig ist, Deine aktuelle Tätigkeit zu unterbrechen. Ist das Handy gerade wichtiger als mein erholsamer Spaziergang oder ein Spieleabend mit den Liebsten? Nein, also lass das Handy in der Tasche!

Sobald Du diese Gewohnheit in Deinen Alltag etabliert hast, merkst Du schnell, dass Du erholter bist am Ende des Tages. Du hast mehr Energie, bist konzentrierter und Deine Aufgaben haben Deine vollständige Aufmerksamkeit.

So integrierst Du einen Digital Detox immer mehr in Deinen Alltag und musst nicht radikal einen gesamten Tag das Handy nicht gebrauchen. Denn auch kleine Pausen sind ein Anfang. Viel effektiver ist es demnach, sich langsam zu entwöhnen und handyfreie Zeiten in den Alltag einzubauen. So hast Du täglich die Möglichkeit, Dich zu erholen und Aufgaben konzentrierter zu erledigen.

4. Tipp – Kleiner Digital Detox zwischendurch – Plane Dir feste Zeiten ein

Du sollst Dir in Deinem Alltag nicht nur feste handyfreie Zeiten einplanen. Du kannst Dir auch Zeiten einplanen, in denen Du bewusst am Handy bist und Nachrichten beantwortest.

So kannst Du das Handy nach Feierabend ausschalten oder ab 20 Uhr abends nicht mehr benutzen. Wenn Du Dir feste handyfreie Zeiten einplanst, so hilft Dir, das vor allem am Anfang Dein Konsumverhalten in den Griff zu bekommen. Oder Du sagst, dass Du während des Abendessens kein Handy mehr verwendest.

Andersherum kannst Du aber auch sagen, dass Du nach dem Mittagessen 5 Minuten lang Nachrichten beantwortest und das Handy danach wieder weglegst.

Durch das Einrichten strikter Antwortzeiten reduzierst Du automatisch Deine Zeit am Handy, bist aber auch weniger gestreut am Handy. Du nimmst die Zeit bewusster wahr und bist nicht 100-Male am Tag kurz am Handy, sondern ein paar Mal gebündelt. Das entschleunigt Deinen Alltag und erhöht Deine Aufmerksamkeitsspanne.

5. Tipp – Schalte das Handy auf stumm

Nichts ist nerviger als ein klingelndes Handy, wenn man sich doch gerade mit der Freundin unterhält. Schalte daher Dein Handy auf stumm oder direkt ganz aus. Auch wenn Du alleine zu Hause bist, kannst Du Dein Handy auf lautlos schalten und Push-Benachrichtigungen ausstellen. Du kannst auch jegliche Werbungen abbestellen und Newsletter deabonnieren, um weniger Nachrichten zu erhalten.

Wenn Du Dein Handy dauernd klingeln hörst, so ist die Versuchung viel größer einmal darauf zu schauen als, wenn Du es nicht mitbekommst, wann Dir jemand schreibt. Dabei kann Dir auch der sogenannte Flugmodus helfen.

Dann werden sowohl Deine mobilen Daten wie auch Dein WLAN deaktiviert und Du erhältst keine Nachrichten per WhatsApp oder Instagram und auch keine E-Mails. Erst, wenn Du diesen Modus wieder ausschaltest, werden Deine eingegangenen Nachrichten sichtbar.

Handyfreie Zeit einhalten - Mann mit Handy draußen

Du kannst Dein Smartphone aber auch vollständig ausschalten, so ist die Hemmschwelle ans Handy zu gehen größer, da dieses erst hochgefahren werden müsste. Bei dieser Wartezeit überlegt man sich vorher, ob das Handy nun so wichtig ist oder die Nachrichten, die vielleicht auf einen warten.

6. Tipp – Miste Dein Handy aus

Damit Du weniger in Versuchung kommst, solltest Du nur die wichtigsten Apps auf Deinem Smartphone haben. Spiele gegen Langeweile könntest Du beispielsweise deinstallieren. Auch bei den sozialen Medien und Netzwerken könntest Du Dich fragen, ob jede dieser Apps wirklich notwendig sind. Auf welche Apps könntest Du verzichten?

Welche Apps dienen Dir zur Inspiration, welche dienen dem Zeitvertreib und welche der Kommunikation? Hier solltest Du radikal ausmisten. Auch wenn es zunächst ungewohnt ist und Du aus Gewohnheit gewisse Apps aufrufen willst, so merkst Du bereits nach ein paar Tagen, dass Du weniger ans Handy gehst. Schließlich kannst

Tipp: Du kannst auch eine App installieren, wodurch Du vor dem Aufrufen ausgewählter Apps ein Passwort oder eine Pin eingeben musst. So überlegst Du vor der Nutzung der App kurz, ob dies jetzt wirklich notwendig ist. Bestenfalls nervt es Dich und Du benutzt die App nicht.

7. Tipp – Lege Dein Handy weit weg

Erschwere den Zugang zu Deinem Handy, indem Du es in einen anderen Raum oder in eine andere Etage legst. Je größer die räumliche Distanz, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Du nach dem Handy greifst. Bei einem Spaziergang könntest Du das Handy auch zu Hause lassen. Du kannst handyfreie Zeit also durch eine räumliche Trennung ganz einfach herbeiführen.

Frau trinkt Kaffee und telefoniert mit dem Handy

Handyfreie Zeit ist eine Zeit, in der man bewusster seine Umgebung wahrnimmt. Die Aufmerksamkeit und erhöhte Konzentration lassen Dich entspannen, da Du keine fünf Aufgaben gleichzeitig erledigst. In dieser Zeit kannst Du Kraft und Energie tanken.

Solltest Du zu Hause lernen oder arbeiten, so kannst Du auch ein Familienmitglied oder einen Mitbewohner/eine Mitbewohnerin fragen, ob Sie das Handy für eine gewisse Zeitspanne nehmen. Du würdest wohl kaum 10 Minuten, nachdem Du das Handy abgegeben hast, durch die Wohnung laufen und danach fragen, es wieder haben zu wollen.

Eine andere Idee wäre es, das Handy im Auto, im Handschuhfach beispielsweise, zu lassen. So müsstest Du erst nach draußen, vielleicht auch einige Treppen runter, um an das Smartphone zu gelangen. Also je größer die Strecke zwischen Dir und dem Handy, desto besser! Hier gilt also der berühmte Spruch: aus den Augen, aus dem Sinn!

8. Tipp – Integriere handyfreie Zonen

Damit Du erst gar nicht in Versuchung kommst, kannst Du Dir handyfreie Zonen überlegen. Beispielsweise eignet sich dafür das Bett oder das gesamte Schlafzimmer. In dieser Zone wird das Smartphone dann nicht verwendet und Du wirst schnell sehen, dass Du schneller einschläfst und auch besser schläfst.

Erledigen wir Aufgaben im Bett, wie die Arbeit oder Hausaufgaben, so assoziiert das Gehirn mit dem Schlafplatz nicht nur schlafen und zur Ruhe kommen, sondern auch Aufmerksamkeit, Konzentration und Stress. Um dies zu vermeiden, sollte das Handy aus dem Bett verbannt werden.

So hart dies am Anfang klingt, so hilft es dennoch enorm. Schaffe Dir dafür am besten einen Wecker an, dann ist die Versuchung nicht so groß, doch nach dem Smartphone zu greifen.

9. Tipp – Du bist der Chef und hast die Kontrolle

Langsam wird es immer klarer: Wer eine Handy-Sucht hat, der nutzt sein Handy nicht. Das Handy benutzt die Person. Und dies sollte möglichst schnell geändert werden. Du hast schließlich die Kontrolle über Dein eigenes Leben.

Solltest Du Dein Handy beispielsweise als Mittel gegen Langeweile nutzen, so könnte es helfen sich ein erfüllendes Hobby zu suchen. In dieser Zeit wird das Handy dann grundsätzlich nicht benutzt und Dein Kopf kann abschalten und sich auf andere Dinge fokussieren.

In dem folgenden Video wird Dir erklärt wie viel Zeit man am Handy verbringt. Erst wenn man es weglegt und Langeweile hat, dann kann man Dinge ausprobieren und sein liebstes Hobby finden. Falls Du also noch keine Leidenschaft für Dich entdeckt hast und nicht weist, was Du in Deiner handyfreien Zeit tun sollst, dann schaue hier gerne einmal vorbei.

Falls Du ansonsten kleine Freizeitaktivitäten suchst, mit denen Du Dir die Zeit vertreiben kannst, dann schaue doch gerne einmal hier vorbei.

Der ständige Druck erreichbar zu sein wird so gemindert und man lebt mehr im Hier und Jetzt. Die Zeit, die man geschenkt bekommt, sollte man schließlich genießen. Sieh Dir, als Beispiel einmal einen Sonnenuntergang ohne ihn zu fotografieren und lebe im Moment. Dabei kann ein Hobby sehr helfen.

10. Tipp – Apps gegen eine Handy-Sucht

Falls die oben genannten Tipps nicht den gewünschten Aspekt aufweisen, so kannst Du es auch mit Apps probieren. Es gibt Apps, die beispielsweise Deine aktive Zeit am Handy tracken. Dabei kannst Du auch Zeiten einstellen, die nicht überschritten werden können.

Solche Funktionen gibt es beispielsweise in der App AppDetox. Diese führt zunächst eine Statistik über Dein Konsumverhalten und im Nachhinein kannst Du Dir maximale Zeitspannen für verschiedene Apps überlegen, die am Tag nicht überschritten werden dürfen.

Eine weitere App ist Forest. Mit dieser App kannst Du eine Zeitspanne festlegen, in der Du das Handy nicht nutzt. Schaffst Du dies, so werden abhängig von Deinem Zeitraum Bäume gepflanzt und Du erhältst Münzen. Je mehr Münzen Du hast, desto mehr Ziele werden freigeschaltet und Du kannst sogar mit den Münzen eine gemeinnützige Organisation für Naturschutz unterstützen.

Also je mehr Bäume, desto mehr Münzen und desto mehr Münzen, desto größer der Nutzen für den Naturschutz. Na, wenn das mal keine Ermutigung ist, weniger am Handy zu sein und Dir handyfreie Zeiten einzuplanen. Allerdings enthält die App Werbung und gewisse Features werden nur gegen Bezahlung freigeschaltet, sie sind demnach kostenpflichtig.

Die App Space vereint dabei sozusagen die Funktionen aus Forest und AppDetox. Eine weitere App, die für einen Digital Detox infrage kommt ist OffTime. Diese App kann sogar Anrufe und Nachrichten blockieren.

Achtung: Mit einer Handy-Sucht ist nicht zu spaßen. Sie ist eine Sucht genau wie jede andere auch. Solltest Du den Verdacht haben, Du oder eine Person in Deinem Umfeld könnte süchtig sein, so wende Dich bitte an einen Arzt oder weitere Ansprechpartner.
Lara

Lara

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